Selbstgemachte Haselnusscreme vs das 14%-Glas
Der beliebteste Haselnussaufstrich der Welt besteht zu 14 Prozent aus Haselnüssen. Mahl selbst, und du legst diese Zahl fest.
WEnutbutter
Dreh das berühmte Glas um und lies das Etikett. Zucker steht vorn. Dann Palmöl. Haselnüsse kommen an dritter Stelle, mit 13 bis 14 Prozent, gefolgt von Kakao, Milchpulver, Lecithin und Vanillin. Der Aufstrich, den die Welt mit Haselnüssen verbindet, ist nach Gewicht vor allem Zucker. Die Nuss auf dem Etikett macht etwa ein Siebtel des Glases aus.
All das steht auf jedem Glas, was auch erklärt, warum "Nutella selber machen" zu den meistgesuchten Rezepten Europas gehört. Die Leute lieben die Idee des Aufstrichs und wollen eine Version, die wirklich nach Haselnuss schmeckt. Starte mit frisch gemahlener Haselnussbutter, und diese Version dauert etwa zehn Minuten.
Wie 14 Prozent schmecken
Zucker und Palmöl sind nicht für den Geschmack da. Zucker sorgt für Masse zu Rohstoffpreisen, und Palmöl hält den Aufstrich weich und verhindert die Trennung für ein Jahr oder länger. Dieselbe Etikettenlogik, die wir bei Supermarkt-Erdnussbutter behandelt haben, gilt hier. Jeder Zusatz ist dazu da, das Glas länger im Regal haltbar zu machen.
Haselnuss ist ein feines Röstaroma, und bei 14 Prozent muss es sich gegen 55 Prozent Zucker und einen Film aus gehärtetem Fett durchsetzen. Was du schmeckst, ist schokoladige Süße mit einem Hauch Nuss. Verdopple den Haselnussanteil, und der Aufstrich schmeckt nach gerösteten Haselnüssen.
Die selbstgemachte Version
Selbstgemachte Haselnusscreme ist frische Haselnussbutter plus Kakao und Süße nach deinem Geschmack. Hier ist ein Verhältnis für den Anfang.
- 200 g frisch gemahlene Haselnussbutter
- 30 g Kakaopulver
- 40 bis 60 g Puderzucker oder Ahornsirup, nach Geschmack
- Eine Prise Salz
- Optional 30 g geschmolzene Zartbitterschokolade für eine fudgigere Textur, oder ein Schuss neutrales Öl, wenn du sie direkt aus dem Kühlschrank streichzart magst
Rühr alles in die noch warme Butter, bis sie glatt ist. Das Ergebnis liegt bei etwa 60 bis 70 Prozent Haselnuss, mit halb so viel Zucker wie im Glas und ohne Palmöl, und hält sich ein paar Wochen im Kühlschrank.
Pass das Verhältnis nach Geschmack an. Mehr Kakao für einen dunkleren Aufstrich, weniger Zucker fürs Frühstück statt fürs Dessert, ein Löffel Espressopulver für einen Gianduja-Mokka, grob gemahlene Haselnüsse untergehoben für Textur.
Die Haselnussbutter mahlen
Der einzige Schritt, an dem Hobbyköche hängen bleiben, ist die Haselnussbutter selbst. Eine Küchenmaschine schafft es irgendwann, nach zehn lauten Minuten Schüsselschaben, während die Paste langsam geschmeidig wird. Der einfachere Weg ist ein Laden mit einer Nussbuttermühle. Immer mehr Zero-Waste-Läden und Feinkostgeschäfte mahlen Haselnussbutter auf Bestellung, und Butter direkt von der Mühle ist noch warm genug, um Kakao direkt einzurühren.
Hinter diesen Theken steht meist unsere WB02 Nussbuttermühle. Sie mahlt Haselnüsse, Erdnüsse, Mandeln und Cashews genau auf die Textur, die der Laden einstellt, von seidenglatt bis grob, und ein Kilo Haselnüsse liefert fast ein Kilo Butter.
Eine hausgemachte Signatur für Läden und Cafés
Für Zero-Waste-Läden, Feinkostgeschäfte und Cafés ist selbstgemachte Haselnusscreme ein leicht umsetzbares Aushängeschild. Mahl die Butter frisch vor den Augen der Kundschaft, misch das Hausrezept und verkauf es in Pfandgläsern mit nur zwei Zutaten auf dem Etikett. Es verkauft sich zum Spezialitätenpreis, während du nur lose Haselnüsse und Kakao einkaufst, frischer gemahlen als alles im Supermarktregal.
Neugierig, wie das hinter deiner Theke aussieht? Fordere ein Angebot an und wir legen eine Maschine für dein Volumen aus und gehen Texturen, Trichter und Reinigung in einem kurzen Gespräch mit dir durch.
Kein eigener Laden? Erzähl deinem Zero-Waste-Laden oder Feinkostgeschäft von WEnutbutter und frische Haselnussbutter gibt es bald um die Ecke.
